Ministerin Wanka gratuliert dem Künstler Prof. Emil Cimiotti

Veröffentlicht am 24.08.2012 um 17:34 Uhr

Kissenbrück. Am 23.8.2012 besuchte Frau Ministerin Wanka, Ressort Wissenschaft und Kultur, den früheren Professor der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig, Herrn Prof. Emil Cimiotti. Zur besonderen Freude des Jubilars befand sich unter den Gästen befand auch der Präsident der Stiftung Niedersachsen Herr Dr. D. Hoppenstedt mit seiner Gattin. Die Initiative für die kleine Geburtstagsfeier zu Ehren des heute 85-jährigen Künstlers ging von der Braunschwei-ger Abgeordneten der Liberalen, Almuth von Below-Neufeldt MdL, aus – sie kennt Herrn Cimiotti schon viele Jahre und ist von seiner Kunst begeistert: Cimiotti ist Jahrgang 1927, sein Werk schreibt Kunstgeschichte der deutschen Bildhauerei und steht in einer Reihe mit den ganz Gro-ßen der internationalen Bildhauer wie Rodin, Caro oder Paolozzi. 

Cimiotti repräsentiert die gegenstandslose Bildhauerei, er führte seine Gäste durch sein Atelier, in dem viele seiner fertigen Werke, aber auch viel Neues zu sehen ist. Cimiotti zeigte an vielen neuen Plastiken, wie er diese aus Wachs aufbaut, erläuterte das von ihm entwickelte Verfahren mit temporären Stützstäben, Stegen, Streifen, die dem entstehenden Werkstück die nötige Stabi-lität für den folgenden Bronzeguss geben. Da der Guss als verlorene Form erfolgt, ist jedes Werkstück ein Unikat. Berühmt sind seine Brunnen, so zum Beispiel der vor dem Braunschweiger Staatstheater. 

Über den einen Brunnen in Hannover gibt es die kleine Geschichte, die auch den Menschen Cimiotti in seiner hohen Kompetenz, aber auch Bescheidenheit zeigt: Als Treffpunkt hatte Cimiotti seinen Brunnen ausgemacht, wo er seine Frau erwartete. Zwei Männer unterhielten sich in Hör-weite, wie wohl der Brunnen gemacht sei, überlegten verschiedene Möglichkeiten. Cimiotti sagte ihnen, dass die Technik der Bronzeguss mit der verlorenen Form nach einem Wachsmodell sei. Die Männer zweifelten daran, woraufhin Cimiotti sagte, dass er es genau wisse, weil er den Brunnen gemacht habe. Darauf sagten die Männer, dass das nicht sein könne, denn der Brunnen sei schon immer dort gewesen. Cimiotti hat viele Kunstpreise erhalten, auch den Staatspreis des Landes Niedersachsen. Gut zu wissen, dass so ein großer Künstler im Raum Braunschweig lebt und sein Werk noch heute sehr kreativ fortsetzt. Wünschen wir ihm weiter gute Gesundheit, alles Gute und viel Schaffenskraft. Seine Ausstellung zum 85.Geburtstag ist in Bremen im Gerhard-Marcks-Haus noch bis zum 16. September 2012 zu sehen. 


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